Autor: Stef

Gedanken zum neuen Jahr …

Gutes neues Jahr, ihr Lieben. Und da packe ich gleich ein paar Gedanken zum Thema Selbstliebe/Selbstwertschätzung mit dazu und den Umgang mit deinen Mitmenschen:

So wie du bist, bist du wertvoll. Du musst da nichts weiter dazu beitragen, als du selbst zu sein. Wenn du Menschen um dich hast, denen du etwas bieten musst, sei es als Seelen-Mülleimer herzuhalten, sei es durch materielle Dinge, sei es mit Sex oder oder oder, – nur um für sie wertvoll zu sein – grenz dich von denen ab! Denn der Wert für sie definiert sich nur darüber, was du gibst, und sobald du mal nicht gibst, warum auch immer, bist du nichts mehr für sie wert. Du bist austauschbar! und dabei solltest du dir mehr wert sein, als das!

Daher umgib dich mit den Menschen, für die du wertvoll bist, ohne dafür etwas leisten zu müssen. Und wenn du denkst, du bist wertlos, und musst dafür etwas tun, damit man dich mag – mangelt es dir einfach nur an Selbstbewusstsein, denn es ist egal, wie du über dich denkst: Du bist wertvoll! Das ist Fakt. Und es gibt genügend Menschen, die gerne in deiner Nähe wären, weil du du bist. Ein Grund mehr, die Zeit nicht weiter für Menschen zu verschwenden, denen du etwas liefern musst, um in ihrer Gunst zu stehen..

Erkenntnisreiches 2017

Da ich Weihnachten in Cham mit meiner Familie verbringen und ins neue Jahr mit meinen ‚Best-Buddies‘ im Nürnberger Umland feiern werde, schreibe ich wohl einen letzten Post für 2017.

Weihnachten & Silvester erlebe ich – wie öfters in meinem Leben – als Single. Auch habe ich einige Male wie so oft in Sachen Kunst nicht den erhofften Erfolg gefeiert, trotz bester Möglichkeiten – sowohl in Sachen Film, als auch in Sachen Literatur. Da waren wieder einige Schocks dabei! 🙃🙃🙃

An meinen großen Träumen wird sich nie etwas ändern! Ich wünsche mir eine Frau an meiner Seite, mit der sich eine wildwachsende, gesunde, freie Liebe entwickeln kann.
Ich will mit meinen Romanen in die Bestsellerrängen stürmen und mehr noch mit Kinofilmen weltweit für Aufsehen sorgen!
Und ich will irgendwo sesshaft werden, wo es sich nach Heimat anfühlt. Davon träume ich schon ein lebenlang.
Und auch wenn sich keiner dieser Träume bislang verwirklicht hat, sitze ich hier und fühle mich so kraftstrotzend und glücklich wie nie zuvor in meinem Leben. Warum? Das Jahr hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet und so unglaublich viele Erkenntnisse vermittelt, dass es mich einfach nur selig macht. Ich hab kapiert, dass ich den Wert des Lebens und auch meinen Wert nicht (mehr) an Erfolgen messen sollte.

So oft stand ich kurz davor, den für mich sogenannten Durchbruch in Sachen Kunst zu feiern. So oft begegneten mir Frauen mit Liebespotenzialen!
Und wäre das Quentchen Glück dabei gewesen, wäre ich jetzt ein treusorgender Familienvater, der ein Haus gekauft hat, in dem ich mit meinen Lieben bis ans Lebensende hausen wollen würde, und ich könnte mich vor Anfragen meiner Arbeit als Autor betreffend nicht retten.

Aber wäre ich dann mehr wert? Glücklicher? Ich will sogar behaupten, dass ich froh bin, dass es bislang mit den großen Träumen nicht geklappt hat. Denn all das Scheitern, all meine Fehler, all die unglücklichen Begebenheiten haben dazu beigetragen, dass ich mich immer wieder reflektieren musste, und dadurch konnte ich erst zu mir finden und verstehen, dass man das Glück nicht im Außen finden sollte, sondern bei sich. Und jetzt erst habe ich dadurch das Gefühl, reif genug zu sein, für alles, was ich mir wünsche. Denn erst wenn ich nicht abhängig bin, von äußeren Einflüssen und sie nicht für mein Glück verantwortlich mache, bin ich ihnen würdig und weiß ihren Wert auch zu schätzen.

Für mein Glück bin ich einzig und alleine selber zuständig – und das finde ich in mir reichlich. Deshalb lächelt mein Herz und es würde mich freuen, wenn ich auch nur einen Menschen mit meiner Erkenntnis als eine Art Weihnachtsgeschenk beschenken kann, so er sich seines eigenen Wertes besinnt und ihn nicht am Wert der Geschenke bemisst, die er bekommt. 💖

Euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Mach dich frei …

Ich denke, viele Menschen tragen schwer an ihrem Vergangenheits-Päckchen. Darin sind eine Vielzahl an negativen Erinnerungen und Emotionen verstaut: Das Gefühl, verlassen worden zu sein, das missbrauchte Vertrauen, Erniedrigungen und Demütigungen. Dadurch entstandener Hass auf sich und die Welt. Und so vieles mehr, was uns einst Schmerzen zugefügt hat und der Seele Narben.

Viele suchen in der Liebe ihr Heil, wie ich es mein ganzes Leben getan habe. Und doch beschädigt man dadurch meist die Beziehung, weil der Partner unser Vergangenheits-Päckchen (mit)tragen soll und dafür verantwortlich gemacht wird, wenn man wieder die ureigenen Seelenschmerzen fühlt und der Partner einen doch eigentlich heilen soll. Dadurch geht so ziemlich jede Beziehung in die Brüche, oder sie erkrankt daran.

Allerdings sind wir einzig und alleine für unser Seelenheil verantwortlich. Aber das ist gerade das wunderbare! Denn jeder von uns hat es selbst in der Hand, mit sich ins Reine zu kommen und sich dem Vergangenheits-Päckchen zu entledigen. Leider reicht dieses Bewusstsein nicht aus, um sofort von all dem Negativen frei zu sein, denn je nachdem wie schwerwiegend die Verletzungen sind, desto tief verwurzelt ist der Schmerz in uns, desto langwieriger ist der Prozess, sich davon zu lösen. Aber dieses Bewusstsein kreiert den Traum, wie es wäre, selbstbestimmt glücklich zu sein!

Du erträgst die Einsamkeit nicht? Stell dir vor, wie es wäre, die Einsamkeit zu genießen.
Du empfindest Hass auf einen Menschen, der dein Vertrauen übelst missbraucht hat? Wie schön wäre es, du könntest diesen Menschen verzeihen? Ganz egal, ob er um Vergebung bittet, oder nicht? Kein Hass mehr auf ihn, sondern das Gefühl, dass es vergeben ist? Wieviel leichter würdest du dich fühlen? Und die Menschen um dich herum, die du damit nicht mehr belastest?
Stell dir einfach nur vor, wie es wäre, dass dir die Vergangenheit nicht mehr zu schaffen macht und sie deine Gegenwart nicht mehr negativ beeinflusst. Stell dir vor, du lebst im Hier und Jetzt, ohne Misstrauen, ohne Wut, ohne quälende Sehnsucht, ohne Angst und liebst es, einfach nur zu sein und dich am Leben zu erfreuen und es so zu leben, wie es kommt! Und wenn dir wieder Schicksalsschläge zu schaffen machen, dass du sie selbst verarbeiten kannst. Mit deiner ganz eigenen Kraft …

Ich denke, das ist die Mühe wert, es anzugehen. Sich mit all dem Negativen aus vergangenen Zeiten zu beschäftigen und deinen Frieden damit zu finden, indem du sie in der Vergangenheit lässt. Lass dir dabei helfen, wenn du dich dabei hilflos fühlst. Und wenn du Angst davor hast, dich der Vergangenheit zu stellen, dann halte dir vor Augen, dass man die Hölle durchqueren muss, will man sie hinter sich lassen – und freu dich darauf, dass dahinter ein freieres und selbstbestimmtes Leben auf dich wartet.

Warum ich Niederlagen liebe

Eine gute halbe Stunde joggte ich durch Weilheim, als ich vor der Entscheidung stand, ob ich den direkten Weg nach Hause nehmen soll, oder noch ein drei Kilometer langes „Ammer-Schleifchen“ laufen will. Der Schmerz pochte in meinem Knie. Nachwehen eines Hobby-Fußball-Abends. Aber die Sonne schien und ich hatte mich an dem Gemäldehimmel noch nicht sattgesehen. Also entschied ich mich für das Schleifchen …

Bei der gemütlichen Runde passierte ich einen Mann, der wirklich jedes Mal auf einer Bank mit Blick auf die ruhig dahinfließenden Ammer saß, wenn ich dort entlang gelaufen komme, als wäre er die dortige Deko. Wir grüßten uns mit dem Daumen nach oben und lächelten. Ich sah Hunde spielen, Raben fliegen, ein Mädchen warf Steine in den Fluss und ein Pärchen genoss beim Spaziergehen den sonnigen Nachmittag und ihre vertraute Liebe. Dann überholte mich ein Model-Athlet Marke ‚Sonnyboy‘. Mitte Zwanzig, die blonden Haare zum Dutt gebunden, ein durch und durch trainierter Körper. Ich sah ihm hinterher und musste über meine Gedanken schmunzeln, weil der mich so leichtfüßig überholte: Im werde halt alt. Außerdem hab ich Schmerzen. Überhaupt bin ich schon ne gute halbe Stunde unterwegs und die bisherige Strecke nicht so gemütlich gelaufen, wie man meinen könnte, wenn man mich jetzt laufen sah.

Doch irgendwann verging mir das Schmunzeln und ich fühlte mich als jemand, dessen Zeit vorbei war. Dieses Gefühl wollte ich nicht auf mir sitzen lassen! Der Typ war vielleicht einen halben Kilometer enteilt, als sich der Krieger in mir erhob, der eine Schlacht verloren hatte, aber mit dem unbezähmbaren Willen, den Kampf für sich zu entscheiden. Ich ballte die Hände zu Fäusten, und sog die Luft scharf in mich hinein, während ich das Tempo forcierte.
Mit jedem Schritt nahm ich an Fahrt auf. Gänsehäute überzogen meinen Körper. Kein Schmerz war zu spüren, nur die pure Lust, es auszureizen …
Ich hatte auf den Typen sicher um die Hälfte wettgemacht, als er in eine andere Richtung lief. Es hat mich nicht weiter beschäftigt, der Blick blieb auf meinen Weg fokussiert, denn er war kein Konkurrent, er war nur Inspiration für die Schlacht in mir.

Auf dem Weg nach Hause überholte ich einen anderen Jogger und fragte mich, ob er sich in dem Moment ebenfalls als Verlierer fühlte? Und ob er wie ich eine ebensolche Liebe zu Niederlagen spürte? Sie sind für mich der Ansporn und die Anfeuerungsrufe, nicht aufzugeben, auf dem eigenen Weg, um eines Tages erfolgreich zu sein, in all dem, was man erreichen möchte. Denn Erfolg fühlt sich für mich erst dann nach Erfolg an, wenn dem unzähliges Versagen vorausgegangen war und es einem nicht einfach in den Schoß gelegt wurde. Egal, ob im Beruf, in der Freizeit, oder in der Liebe …

Denk dich ins Glück

So viele Menschen begegnen mir, die schwer an irgendetwas zu knabbern haben. Das tut mir oft im Herzen weh, da sie eigentlich stattdessen glücklich sein könnten. Denn oftmals ist das, was sie so Trübsal blasen lässt, nichts, als ein negatives Gedankenkonstrukt.
Sorgen, Ängste, Neid, Hass, Eifersucht – negative Emotionen basieren meist auf keiner realen Beeinträchtigungen des eigenen Lebens, sondern auf den falschen Gedanken.

Es gibt soviele Menschen, die schöner sind, als ich. Intelligenter, reicher, beliebter – aber sicher nicht glücklicher. Ganz sicher nicht. Denn ansonsten würde ich mit ihnen tauschen wollen.
Dem einen fällt es leicht, sich glücklich zu denken, ein anderer tut sich damit schwer. Doch egal, wo man steht, man sollte es angehen. Denn die Mühe wird mit besserer Lebensqualität belohnt.

Licht der Hoffnung

Wenn man sich von dem unsagbaren Leid bekümmern lässt, das es zweifelslos auf der Welt gibt, dann tust nicht nur du dir keinen Gefallen damit. Denn mit deinem Strahlen geht dir das Licht verloren, das du für eben jene sein kannst, denen unsagbares Leid angetan wird.

Unbestritten vermitteln die Tränen, die du vergießt, dem Gepeinigten ein Gefühl von ‚du bist nicht alleine‘, als wenn man die Augen vor seinem Leid verschließt.

Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich den Menschen mehr geholfen habe, wenn ich ein Stück meines Liebes-, Lebens- und Glücksgefühls abgegeben und sie zum Lachen und Träumen gebracht habe, weil sie dadurch für eine kleine Ewigkeit ihr Leid vergessen und ich sie dadurch erinnert habe, dass es nicht nur unsagbares Leid auf dieser Welt gibt, sondern auch Licht.

Alte Liebe

Ich zertrete beim Joggen meine Gedanken, um den Kopf frei zu bekommen, damit ich nur noch fühle. Mich. Die Abendstimmung. Die dahinfließende Ammer. In der Ferne sehe ich ein sehr altes Pärchen. Ich laufe nach den letzten Klängen von Elvis Presleys ‚In the Ghetto‘ an ihnen vorbei. Er – ein stattlicher Mann – hat seinen Arm um ihre Schulter gelegt. Sie – eine zarte, kleine Oma – ist fest an ihn gekuschelt, und beide strahlen. Ihre Liebe ist so präsent, dass ich umkehren muss und sie darum bitte, ein Bild von ihnen zu schießen, das ich natürlich nicht mit der Öffentlichkeit teilen werde.
„Wir feierten kürzlich goldene Hochzeit!“, sagte sie, mit freudigem Lächeln. Er nickte, und bei seinem „Und wir sind immer noch glücklich!“, schwang sehr viel Demut mit und Dankbarkeit. Ich bedankte mich herzlich und lief weiter.

Ich gebe gerne zu, dass daraufhin die Tränen kullerten und ich bis nach Hause den Weg nur noch verschwommen wahrnahm, denn ich verabschiedete mich von dem Gedanken, dass ich auch eines Tages auf so einer Bank sitzen werde, den Arm um mein dann vielleicht 92jähriges Mädchen gelegt, wie um einen kostbaren Schatz, reich an Erinnerungen, die kein Gold der Welt ersetzen können. Dabei ist auch sie fest an mich gekuschelt, mir das Gefühl vermittelnd, dass das Leben die vielen Jahrzehnte mit mir schön war und sie es mit niemand anderes hätte teilen wollen, als mit mir. Und wir beide blicken auf einen Fluss, wie auf unsere Liebe. Die immer am Fließen und nie am Versiegen war …

Selbst-Erkenntnisse

Um deine Grenzen zu kennen, musst du sie entdecken. Jeder noch so heftige Schmerz ist es wert, zu dieser Reise aufzubrechen, um hoffentlich irgendwann bei dir anzukommen. Die Angst, dich dabei zu verirren und zu verlieren, darf dich auf der Suche nach deinem Selbst nicht auf- und schon garnicht abhalten.

Denn wahrhaftig kann man nur dann leben, wenn man sich seiner Selbst wirklich sicher ist und sich in all seinen Grenzen erfahren hat …

Happy B-Day BigBoss!

Mein Vater feiert heute seinen 52sten Geburtstag (zum 15ten mal). Jedenfalls war es eine schöne Feier mit einigen Gästen. Auf die Frage, wie lange ich schon im Lade bin, meinte ich: 2 Tage. Er meinte: gefühlt 4 Wochen. Ich hab dann erzählt, dass nächstes Jahr eventuell mein Trüffelschwein-Roman verfilmt wird und ich dann vier Wochen hier sein werde. Daraufhin kündigte mein Dad an, dass er dann den Strick nehmen wird.
Dabei ergänzen wir uns wirklich super: die Unordnung, die ich mache, bringt er wieder in Ordnung. Ying und Yang eben.
Happy Birthday Papa! Ich liebe dich!

Sich zu spüren …

Vor Tagen stemmte sich mein innerer Schweinehund noch mit allen vier Pfoten gegen das Joggen. Jeder Schritt war eine Qual. Es dauerte, bis ich zur Maschine mutierte, und von alleine lief.
Doch mittlerweile bin ich wieder im Jogging-Flow. Heute Abend musste ich ein zweites mal raus, weil mich eine innere Unruhe dazu trieb:

Ich genieße jeden Meter, den ich hinter mich bringe. Mit „Land of Confusion“ im Ohr, der Remake-Version von Disturbed, fließe ich in meinen Bewegungen dahin, wie die Ammer, an der ich entlang laufe. Der Himmel ist vom Abend gerötet, bevölkert von zerrissenen Wolkenfetzen. Überbleibsel des Gewitters, das Stunden zuvor über Weilheim hereingebrochen war. Nebelflaum bedeckt das Maisfeld und die Wiesen.
Ich atme frische Luft, das Sein im Jetzt, fühle mich im Moment und kann nicht aufhören, immer weiter dem Horizont entgegen zu joggen.
Ein Rabe landet auf einem Pfahl. Keine Armlänge von mir entfernt. Wir blicken uns an, bevor ich ihn passiere. Er nimmt mich wohl als Stück Natur wahr, nicht als Feind.
Mittlerweile begleiten mich die Töne aus „Ludovico Einaudi – Una Mattina“ und die hereinbrechende Nacht dunkelt die Landschaft. Ich mache mich auf den Heimweg und denke für mich nach meiner Rückkehr: Ein Stück Leben hab ich hinter mich gelassen. Nicht besonders spektakulär. Aber ich hab mich gespürt und das ist etwas, was ich oft genug vernachlässige, aber doch jeden Tag anstreben sollte. Nicht nur beim Joggen.