Das Glück des Tüchtigen

Meine Mutter hatte am Sterbebett kurz vor ihrem Tod ihre Lieben um sich, und lächelte selig. Dadurch lehrte sie mich, dass jeder für den Moment glücklich sein kann, selbst wenn er nur noch im Stande ist, zu atmen. Sie konnte in ihrem Leben nur noch den Tod erwarten. Aber die Menschen um sie zu haben, die sie auch in ihrem Herzen getragen hat, genügten, um sie glücklich zu machen.

Doch wenn man krank ist, ist es natürlich immens schwierig, Glücksmomente zu generieren. Daher ist es einfach wichtig, herauszufinden, was einen glücklich machen kann. Für das Glück braucht es allerdings viel Arbeit.

Grob umrissen:

Das Fundament ist für mich die Gesundheit, körperlich wie seelisch. Sport, gesunde Ernährung, Körperpflege. Positive Gedanken. Visionen. Lächeln. Nicht den Geist mit Hass verdunkeln. Aufarbeiten und reflektieren. Zu sich selbst finden. Sich seiner selbst bewusst sein. Den Rucksack loswerden, den jeder mehr oder weniger vollbepackt mit sich herumschleppt.

Das bedeutet Arbeit, die sich lohnt.

Darauf baut man sich die Säulen der Liebe, der Heimat, und der Beruf(ung).

Am leichtesten ist es wohl, sich sein Zuhause so zu gestalten, dass man dort die Heimat findet, die man sich wünscht. Die passende Wandgestaltung. Mal mit einem gebackenen Apfelkuchen durch die Räume, um den Duft zu verteilen. Sich einen Blauwal als Haustier halten – weil man beruhigende Klänge benötigt. Vieles ist da möglich.

Den Menschen zu finden, den man wirklich liebt, und bei dem man sich angekommen fühlt, ist weitaus schwieriger. Der einem nicht nach seinen Wünschen formt, sondern dich entfalten lässt. Der das liebt, was du liebst und es mit dir vermehrt, weil er es mit dir teilt. Der dich sieht, wie du wirklich bist und nicht etwas in dich hinein interpretiert, was du nicht bist. Der dich fühlen lässt, dass du lebst.

Und dann bestimmt ein Großteil des Lebens die Arbeit, zu der man sich bestenfalls berufen fühlen sollte. Arbeitet man nur des Geldes wegen, beraubt man sich vieler Möglichkeiten, sich glücklich zu fühlen. Dann zieht man sich das Glück meist aus Dingen, die man sich mit dem Geld leisten kann. Ein Panini-Heftchen, Urlaub auf den Bahamas, einen Platz auf dem Mond oder einen Telefonhörer für Handys.

Wenn man also gesund ist, Seelenfrieden genießt, sich körperlich wohl fühlt, sein Zuhause liebt, den Partner fürs Leben an seiner Seite hat und zudem in seiner Arbeit aufgeht, hat man beste Voraussetzungen, sich sehr oft glücklich zu schätzen.

Auch wenn das freilich nicht heißt, dass das Glücksgefühl ein Dauerzustand ist. Denn das würde einem ja auch wieder unglücklich machen, weil es langweilig wäre.

Das waren jetzt sehr grob formulierte Gedanken zum Thema Glück. Würde ich alles niederschreiben, was ich darüber denke, würde das mehrere Romane füllen, so facettenreich ist dieses Gefühl und das Streben danach.

Gerne kannst du mir verraten, was dich glücklich macht …

3 comments

  1. Angelika says:

    Mein größtes Glück?
    Meine 3 großen Lebens-Lieben: der Mann an meiner Seite, mein Sohn und meine Tochter!!!
    Dann noch mein alter u. mittlerweile „müffelnder“ Hund als treuer Wegbegleiter seit vielen Jahren…
    …natürlich auch weitere nahestehende Familienmitglieder (Eltern, Schwester, Nichten, Neffen usw.- auch, wenn wir nicht immer einer Meinung sind)…
    Die Lieblings- Freunde/-innen, die ich nicht missen möchte…
    Das „Endlich-wieder-Gesund-werden/-sein/ -bleiben“…
    Eine gewisse Freiheit in meiner Lebensführung, die ich „einfach so“ für mich beanspruche… das sogenannte „Anders- sein“- was andere oft „bekloppt“ finden! 😉
    …und die Aussicht dahingehend, irgendwann mal wieder in meine ehemalige Wahlheimat zurückzukehren- auch, wenn´s wohl noch etwas dauert…

  2. Kerstin says:

    Mich macht jeder Augenblick glücklich, in dem ich nicht traurig bin. Diese werden immer weniger, was mich nochmal extra glücklich macht.
    Aber auch die Sonne zu sehen, oder früh aufzuwachen lassen mich glücklich sein. Nicht immer. Aber meistens.

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