Erkenntnisreiches 2017

Da ich Weihnachten in Cham mit meiner Familie verbringen und ins neue Jahr mit meinen ‚Best-Buddies‘ im Nürnberger Umland feiern werde, schreibe ich wohl einen letzten Post für 2017.

Weihnachten & Silvester erlebe ich – wie öfters in meinem Leben – als Single. Auch habe ich einige Male wie so oft in Sachen Kunst nicht den erhofften Erfolg gefeiert, trotz bester Möglichkeiten – sowohl in Sachen Film, als auch in Sachen Literatur. Da waren wieder einige Schocks dabei! 🙃🙃🙃

An meinen großen Träumen wird sich nie etwas ändern! Ich wünsche mir eine Frau an meiner Seite, mit der sich eine wildwachsende, gesunde, freie Liebe entwickeln kann.
Ich will mit meinen Romanen in die Bestsellerrängen stürmen und mehr noch mit Kinofilmen weltweit für Aufsehen sorgen!
Und ich will irgendwo sesshaft werden, wo es sich nach Heimat anfühlt. Davon träume ich schon ein lebenlang.
Und auch wenn sich keiner dieser Träume bislang verwirklicht hat, sitze ich hier und fühle mich so kraftstrotzend und glücklich wie nie zuvor in meinem Leben. Warum? Das Jahr hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet und so unglaublich viele Erkenntnisse vermittelt, dass es mich einfach nur selig macht. Ich hab kapiert, dass ich den Wert des Lebens und auch meinen Wert nicht (mehr) an Erfolgen messen sollte.

So oft stand ich kurz davor, den für mich sogenannten Durchbruch in Sachen Kunst zu feiern. So oft begegneten mir Frauen mit Liebespotenzialen!
Und wäre das Quentchen Glück dabei gewesen, wäre ich jetzt ein treusorgender Familienvater, der ein Haus gekauft hat, in dem ich mit meinen Lieben bis ans Lebensende hausen wollen würde, und ich könnte mich vor Anfragen meiner Arbeit als Autor betreffend nicht retten.

Aber wäre ich dann mehr wert? Glücklicher? Ich will sogar behaupten, dass ich froh bin, dass es bislang mit den großen Träumen nicht geklappt hat. Denn all das Scheitern, all meine Fehler, all die unglücklichen Begebenheiten haben dazu beigetragen, dass ich mich immer wieder reflektieren musste, und dadurch konnte ich erst zu mir finden und verstehen, dass man das Glück nicht im Außen finden sollte, sondern bei sich. Und jetzt erst habe ich dadurch das Gefühl, reif genug zu sein, für alles, was ich mir wünsche. Denn erst wenn ich nicht abhängig bin, von äußeren Einflüssen und sie nicht für mein Glück verantwortlich mache, bin ich ihnen würdig und weiß ihren Wert auch zu schätzen.

Für mein Glück bin ich einzig und alleine selber zuständig – und das finde ich in mir reichlich. Deshalb lächelt mein Herz und es würde mich freuen, wenn ich auch nur einen Menschen mit meiner Erkenntnis als eine Art Weihnachtsgeschenk beschenken kann, so er sich seines eigenen Wertes besinnt und ihn nicht am Wert der Geschenke bemisst, die er bekommt. 💖

Euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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