Zum Muttertag!

Nächstes Jahr bist du dann bereits seit 20 Jahren tot. Natürlich hab ich es längst verarbeitet und glaube fest daran, dass du im Himmel bist. Und durch diesen Schicksalsschlag habe ich erst zum Schreiben gefunden – somit hast du mir den Himmel geschenkt, bevor du gegangen bist. Aber ab und an ist da noch immer ein Schmerz, weil du nicht mehr da bist. So wie heute. Wenn ich Werbe-Clips zum Muttertag sehe, oder wie andere Kinder ihren Müttern eine Freude bereiten, denn werden die Augen glasig. Mir bleibt leider verwehrt, dir in die Augen zu schauen, während ich dir sage, dass ich dich liebe, und mich dann von dir in den Arm nehmen lasse. Fest gedrückt ans Mutter Herz, das jedem Menschen seit Embryo-Zeiten so vertraut ist.
 
In der Grundschule haben wir Poesie-Alben herumgereicht und Verse rein geschrieben. Ich kann mich nur noch an einen Vers erinnern: „Ehre das Mutterherz, solange es schlägt, wenn es gestorben ist, ist es zu spät.“
Das würde ich am liebsten jedem Kind, selbst wenn er bereits Erwachsener und jenseits der 50 ist, ins Bewusstsein schreiben, der noch eine Mutter hat. Manchmal hab ich das Gefühl, den wenigstens ist das bewusst, dass irgendwann jede Mutter gehen muss.
 
Mich würde es freuen, in den Kommentaren zu lesen, wie ihr eurer Mama eine Freude bereitet habt. Damit würdet ihr mir eine Freude bereiten. Feiert eure Mamis mit eurer Liebe!
Derweil wünsche ich allen Müttern alles Liebe zum Muttertag!

3 comments

  1. Jasmin says:

    Guten Morgen Stefan,

    ich in meiner Rolle als Mutter darf den Muttertag feiern und kleine,liebevolle Aufmerksamkeiten empfangen.
    In der Rolle als Tochter hingegen würde alles ins Leere laufen.Meine Mutter,in ihrer unkonventionellen Art hielt noch nie viel von Traditionen,ganz im Gegenteil…die Muttertage an die ich mich aus meiner Kindheit erinnere verbrachte meine Mutter schlafend im Bett und mir blieb die Wahl mich um mich selbst zu kümmern oder meinen Vater in die Kneipe zu begleiten.
    Später wurde ich mehr als einmal verletzt durch Sätze wie:“Scheiß auf Muttertag“ oder „Familie kann mich am Arsch lecken!“
    Vor einigen Jahren konnte ich mich aus dieser von vorgespielter Wärme,Neid und Negativität geprägten Beziehung lösen.
    Seither begehe ich diesen Tag mit meinen Kindern und hoffe dadurch heilen die Wunden irgendwann.

  2. KW says:

    Das zu lesen stimmt mich irgendwie traurig ….. auch ich habe meine Mama mit 29 sehr früh verloren und es vergeht kein Tag seit über 13 Jahren an dem ich nicht an sie denke…. Muttertag, Geburtstag,Weihnachten,sind die schlimmsten Tage. Ich kann ihr nur noch mit Blumen am Grab ne Freude machen…..Aber bei einem meiner letzten Gespräche mit ihr, hat sie mir gesagt „wenn du traurig bist, dann denke immer an die schöne Zeit die wir hatten, und nicht an die Zeit,die wir nicht mehr haben werden. Darüber bin ich dankbar und es hilft mir. Denn viele haben ihr leben lang nie eine Mama. Ich durfte wenigstens 29 Jahre mit der besten Mama der Welt verbringen…….

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